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Waadt: 5G schafft es aus der Sackgasse

7. Februar 2024

Im Kanton Waadt war das vergangene Jahr in der Telekommunikationslandschaft zukunftsweisend. Mit verschiedenen bemerkenswerten Fortschritten bei der Einführung von 5G ist die Bewegung hin zu einem effizienteren und nachhaltigeren Netz definitiv in Gang gekommen. Die Ampel steht auf grün.*

2023 gab es bei der Weiterentwicklung des Schweizer Mobilfunks ermutigende Nachrichten: Im Herbst wurde eine von Christian Wasserfallen (FDP) eingebrachte und vom Bundesrat unterstützte Motion, die darauf abzielte, die Einführung von 5G in der Schweiz zu beschleunigen, angenommen. Sie stellt somit einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zu einem schnelleren, effizienteren und nachhaltigeren Telekommunikationsnetz dar. Dieser Fortschritt wird darüber hinaus mit Urteilen des Bundesgerichts untermauert. Das Gericht hat im vergangenen Juni Beschwerden von 5G-Kritikern abgewiesen, die im Zusammenhang mit einer angeblichen Nichtanwendung des Vorsorgeprinzips bei der Installation von Antennen an zwei Orten im Kanton Freiburg eingingen. Mit diesen Entscheidungen wurde endlich Klarheit bezüglich dieser wiederkehrenden Argumentation geschafft, die von der Wissenschaft bereits mehrfach widerlegt wurde. Somit scheinen die Ampeln für den Ausbau der Mobilfunkantennen auf Grün zu stehen.

Dennoch muss man feststellen, dass Anfang 2023 noch immer fast 3000 Bewilligungen für den Bau von 5G-Antennen in der ganzen Schweiz ausstehend waren. Im Kanton Waadt wurde das Moratorium zwar vor einigen Monaten aufgehoben, doch die Zahl der Anträge auf Genehmigung der Projekte ist noch immer hoch. Trotz den grünen Ampeln auf Bundes- und Kantonsebene, gibt es immer noch Blockaden. Die Bearbeitung eines Bauantrags wird im Durchschnitt auf drei Jahre geschätzt. Das Engagement und der Wille aller Gemeinden sind mehr denn je erforderlich, um ein effizientes und nachhaltiges Netz aufzubauen.

Die Schaffung eines robusten und nachhaltigen technologischen Ökosystems ist von entscheidender Bedeutung, um das reiche Wirtschaftsgefüge des Kantons Waadt, seine Wettbewerbsfähigkeit und den Kanton als Ganzes zu stärken. Wegen der zunehmenden Digitalisierung der Wirtschaft und veränderten Gewohnheiten wie Homeoffice, nimmt das genutzte Datenvolumen immer mehr zu. Deshalb ist es zwingend notwendig, eine Infrastruktur zu gewährleisten, die diese Trends unterstützen kann.

Der Aufbau eines solchen Ökosystems muss notwendigerweise mit der Bereitstellung faktenbasierter und verständlicher Informationen über 5G für die Bevölkerung einhergehen. Im Laufe der vergangenen Jahre war 5G Gegenstand einer umfangreichen Desinformationskampagne bezüglich seiner Auswirkungen auf die Gesundheit ausgesetzt. Dies in einer Zeit, in der Desinformation durch die COVID-19-Pandemie verschärft wurde. Die jüngste Tamedia-Umfrage, die ergab, dass 28 Prozent der Bevölkerung weiterhin über die Strahlung von 5G-Antennen besorgt sind, unterstreicht die Notwendigkeit weiterer Anstrengungen in Bezug auf Aufklärung der breiten Öffentlichkeit. Es ist an der Zeit, die Diskussion voranzutreiben, die von Bern gewünschte Strategie umzusetzen und sich auf die Chancen zu konzentrieren, die ein leistungsfähiges Mobilfunknetz bietet.

 

*Meinungsbeitrag von CHANCE5G-Co-Präsidentin Laetitia Morandi

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